Nach den Sternen greifen / Theater für Erwachsene

„Bleibt am Ende immer nur eine Möglichkeit übrig und eine Wirklichkeit?“

ZUM STÜCK

Das Stück handelt von einer Frau – einer erfolgreichen Astrophysikerin. Es erzählt von der Kindheit und dem Erwachsen werden, von Liebe, Beruf, Mutterschaft und den Fragen, die sie begleiten:
Was ist Lebensglück? Was ist Liebesglück? Was ist mein Weg? Was wäre gewesen, wenn?
Es ist auch ein Stück über Frauen von heute. Aber wie sind die denn eigentlich? Sie sind in Form, aber nicht formlos. Sie sind im Job erfolgreich, aber zugleich mütterlich. Sicher? Sicher nicht!

Bewegung, Theater und Komposition verschmelzen zu einem Spiel mit Rollenbildern: feinsinnig, nachdenklich und humorvoll wie ein farbiger Traum.

 

 

YOUTUBE / Trailer


mit der Originalmusik des Stückes von Christof Ressi.

 

 

PRESSESTIMMEN

MIT LICHTGESCHWINDIGKEIT IN EINEN NEUEN KOSMOS
Gefühlvoll erzählt das Theater Feuerblau die Geschichte einer jungen Astrophysikerin, die sich gegen Vorurteile durchsetzen und zwischen Familie und Karriere entscheiden muss.

„Wollt ihr euch wirklich von einem Mädchen in Mathematik schlagen lassen?“ Lehrerkommentare wie diese führen dazu, dass das naturwissenschaftlich begabte Mädchen schon in der Schule mit Mobbing konfrontiert wird. Immer wieder kommt ihr das Frau-sein im Laufe ihres Lebens in die Quere. Meist wird sie nicht ernstgenommen und irgendwann steht die Entscheidung an: Willst du Karierre machen ODER Mutter sein?

Mit „Nach den Sternen greifen“ beweisst das Team vom Theater Feuerblau erneut, dass es nicht nur Stücke für Kinder, sondern auch gehaltvolle Abende für Erwachsene liefern kann. Katharina Wind, Monika Zöhrer und Klaus Seewald inszenieren die Geschichte der aufstrebenden Astrophysikerin nicht nur harmonisch und mitreissend, sondern bringen diese als Darsteller auch mit viel Gefühl auf die Bühne. Bestechend ist dabei vor allem das Zusammenwirken aus Spiel, Video-, Licht-, und Tontechnick. Mit zarten Bewegungen zeichnet die junge Frau ihre Formeln scheinbar auf die Leinwand, die wie durch Zauberhand dort erscheinen. Während dem Mädchen in der Schule Beschimpfungen wie „Streberin“ und „Angeberin“ hinterhergerufen werden, sorgen Blitzlichter und drückendes Stimmengewirr für eine niederschmetternde Stimmung.

Wird sonst oft von Frauen gefordert, perfekten Barbies zu gleichen, sind es hier die Männer die als gestriegelte Ken-Pupppen im Stück auftauchen. Kein Mann ist als Darsteller auf der Bühne präsent: Die männlichen Parts werden live mit Puppen gefilmt und eingespielt. Nur wenn sich die Protagonistin den männlichen Wünschen und Bedürfnissen zu sehr unterordnet, wird sie zu Barbie – ist die junge Frau ganz sie selbst, wird sie in ihrer jungen und älteren Version von beiden Darstellerinnen zugleich verkörpert. Durch die stimmige Darbietung zeigt sich dem Publikum ein facettenreicher Mensch zu dem man leicht und gerne Sympathie aufbaut.

„Nach den Sternen greifen“ setzt sich mit den Hürden auseinander, die junge Frauen auf ihrem Karriereweg zu bewältigen haben. Die Inszenierung widmet sich diesen Themen intensiv und kritisch ohne dabei plakativ sein zu müssen und Klischees zu wiederholen. Ein Abend voller Sinnfragen, die jeden ansprechen und berühren.
Kulturreferat der ÖH Uni Graz, TERESA GUGGENBERGER

 

FRAUENLOS UND QUAL DER WAHL
Theater Feuerblau: Dilemma von Kind und Karriere

Es müsste mehr Wirklichkeiten geben, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Zumindest für Frauen, die wie in dieser Produktion des Theater Feuerblau, außerordentlich begabt sind, doch vor die Qual der Wahl gestellt familiäre Niederungen beruflichem Höhenflug vorziehen.

In „Nach den Sternen greifen“ gelingt einer erfolgreichen Astrophysikerin letztlich doch nicht der große Durchbruch. Denn Karriere, Partnerschaft und Kind scheinen unvereinbar, erzählen Katharina Wind, Monika Zöhrer und Klaus Seewald sensibel und schlicht. Sehnen und Sein verschmelzen beim traumtänzerischen Bilderbogen, der mit zeichnerischen Szenen und Barbie-Puppen auf Videowand sowin Bücherbühne samt Dominoeffekt (Christof Ressi, Christina bergner) besticht. Für das weibliche Geschlecht bleiben auch im 100. Jahr des österreichischen Frauen-Wahlrechts etliche Sterne unerreichbar.
Kleine Zeitung, ELISABETH WILLGRUBER-SPITZ

 

TEAM

Schauspiel, Stückentwicklung: Katharina Wind, Monika Zöhrer, Klaus Seewald
Dramaturgie: Eva Wallensteiner
Komposition, Sound: Christof Ressi
Bühnenbild, Lichtdesign: Christina Bergner
Inszenierung: Monika Zöhrer, Klaus Seewald
Eine Produktion von Theater Feuerblau